Freitag, 12. August 2011
Back in Shanghai
Jetzt sind wir seit einer Woche wieder in Shanghai.

Der Flug mit Hannah allein war schon sehr beschwerlich. Da es ab Düsseldorf leider keinen Direktflug gibt, mussten wir in Frankfurt umsteigen. Habe mich im Vorfeld schon darum gekümmert, dass ich einen von diesen Flughafen-Golf-Wagen bekomme, die einen von Gate x nach Gate y am anderen Ende des Flughafens fahren. Das war natürlich klasse. Hannah hatte Spass und wir kamen schnell voran. Auch bei der Sicherheitskontrolle und Passkontrolle konnten wir schneller durch.
Leider hatte Hannah keine Lust, auf den Flügen zu schlafen. Es war doch viel toller, im Babybettchen rumzuhüpfen, mit den anderen Fluggästen rumzuflirten oder ihnen die Spielsachen zuzuwerfen.... Im Endeffekt hat sie 4 Stunden geschlafen und ich maximal eine. Das ist natürlich mega anstrengend. Und dann mussten wir in Shanghai wieder das ganze Gepäck in Empfang nehmen: Koffer, Reisetasche, Transporttasche vom Kinderwagen und Maxi-Cosi. An Bord hatte ich auch einen kleinen Trolley und natürlich Hannah umgebunden. All das Gepäck habe ich dann mithilfe eines netten Mitreisenden auf einen Gepäckwagen gewuchtet, was jedoch so hoch wurde, dass ich kaum sah, wohin ich gesteuert habe... Hinter der Glastür habe ich dann schon direkt unseren Fahrer gesehen. Ab dann war alles viel einfacher. Er hat mir geholfen, das Gepäck ins klimatisierte Auto zu räumen. Perfekt.

Zur Ankunft hat sich Shanghai leider von seiner nicht so schönen Seite gezeigt. Es war natürlich schrecklich heiss, dabei aber tiefschwarz und es hat stark gewittert. Na Prima. Zudem war zuhause die Klimaanlage falsch eingestellt, so dass es in der Wohnung nicht wie ausserhalb 40 Grand, sondern bestimmt 50 Grad waren!!!
Naja, jetzt haben wir uns wieder eingewöhnt und uns an die neue Zeit gewöhnt. Zudem ist es einfach schön, wenn die kleine Familie wieder zusammen ist :-)

Da Hannah nun keinen Brei, sondern feste Nahrung essen will, habe ich eine neue Herausforderung: Kochen.... Das war noch nie so mein Ding und irgendwie kann ich es auch nicht wirklich. Daher habe ich mir in Deutschland Kochbücher mit Rezepten fürs Familienessen organisiert, die auch Kinder mögen. Nun übe ich mich fleissig im kochen, was auch ganz gut klappt. Ich mache große Mengen, damit Nic abends auch was davon hat. Jedoch ist es nicht so einfach, die nötigen Zutaten hier aufzutreiben. Diverse Dinge, wie z.B. Grieß, sind weder im Japan Plaza noch im City Shop, den Supermärkten mit den meisten West-Produkten, zu finden. Bleibt nur noch Carrefour. Ich hasse es, zu Carrefour zu fahren, jedoch komme ich nicht drum herum und werde es heute mal wagen. Carrefour ist mega-gross. Über zwei Ebenen. Und immer voll. Fürchterlich. Aber sie haben viel Auswahl und toll frisches Gemüse, Fleisch und Fisch. Dorthin werde ich dann doch wohl mal öfters müssen. Bisher war Hannah mit ihren Gläschen zufrieden und ich konnte mir mittags Sushi oder ähnliches besorgen. Nun wird es komplizierter. Aber ist ja auch schön, wenn sie immer mehr mitessen kann. Vor allem in Hinblick auf Bali, wo wir Ende August eine Woche verbringen werden, ist das mit Sicherheit hilfreich!

Also kommt gleich unserer Fahrer und wird Hannah und mich zu Carrefour bringen. Und hinterher helfen, die Taschen ins Auto zu wuchten. Schon toll so ein Fahrer :-) Natürlich wäre es noch toller, selber mal zu fahren, aber das ist hier leider unmöglich. Man benötigt einen extra Führerschein und selbst dann ist das Fahren hier Stress pur. Die Chinesen fahren langsam, aber absolut rücksichtslos. Sie wechseln die Spuren, wie es ihnen gefällt, ohne nach rechts, links oder gar nach hinten zu sehen. Auch bleiben sie gerne mal spontan mitten auf der Strasse stehen, z.B. wenn das das Telefon klingelt.... Ne, dann lieber mit Fahrer!

Hannah ist gerade mit dem Kindermädchen für eine Stunde raus. Das mit Kindermädchen und Ayi ist auch eine tolle Sache. Klar ist das Luxus, aber manchmal ist das Leben in einer anderen Kultur und Umgebung mit absolut anderen klimatischen Bedingungen ganz schön beschwerlich und gewöhnungsbedürftig. Und dann noch mit Baby... Da ist man für jede Hilfe und auch Kontakte dankbar.

Zum Glück steht nun das Wochenende vor der Tür, an dem die kleine Familie hoffentlich wieder ganz viele spannende Dinge erleben wird!

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